Donnerstag, 24. September 2015

Thira - ENDE

καλημέρα!

Sonnenaufgang über Anafi.

Mein letzter Tag beginnt.

Ende des Blogs,ευχαριστώ.

Mittwoch, 23. September 2015

Thira

Starker Regen, ein Geräusch wie in der Heimat, lässt mich munter werden. Gestern Nacht hat es schon einen Regenschwall von den Wolken gegeben. Ich kann mich nicht erinnern jemals Regen auf den Kykladen erlebt zu haben. Die Restaurants in Fira, am Krater verteilt gebaut, sind ausschließlich mit Terrassen und Sonnenplanen gebaut. Ein „Indoor“ gibt es ganz selten.
Lesen im Bett und warten auf Sonne. Sie kommt, trocknet die Böden auf und spendet Wärme.

Ein vierrädriges Motorbike soll lustig sein. Im Design? Für den Fahrer? Für die Beifahrerin?


Akrotiri ist das Ziel. Diese Ausgrabung nennt sich auch das Pompeii der Ägäis. Der Unterschied ist, dass keine versteinerten Leichen gefunden worden sind. Akrotiri wird datiert mit 1.500 v.Chr. Die Stadt Akrotiri wurde ein Jahr vor dem großen Vulkanausbruch verlassen. Es scheint mir, dass jemand etwas geahnt hat, berechnet hat, gefühlt hat oder erraten hat. Die Ausgrabungsstätte ist überdacht. Ein Weg mit Holzlatten weist den Besuchern den Weg und lässt sie teilweise auf die Ausgrabung hinterschauen. Die Neugier lässt Robert in die tiefste Tiefe sehen. Er konnte nichts sehen außer Sand und seine Sonnenbrille, die gerade im freien Fall von der Kappe hinab gleitet und ins Ungewisse fällt.
 
Ich gehe zu einer Aufseherin und frage ob das Bergen der Sonnenbrille meines Freundes ein Problem darstellen würde. Sie gibt einem Kollegen eine Weisung und zu mir sagt sie ich solle ihm nachgehen. Ich wackle dem Herren im blauen T-Shirt nach zum Ausgang. Wahrscheinlich werde ich jetzt hinausgeworfen. Er spricht wieder mit einer anderen Aufseherin, die im anscheinend eine Telefondurchwahl sagt. Es folgt ein Telefonat. Im Anschluss daran eine Bitte an mich, ich soll hier warten. Ich blättere einstweilen im Gästebuch und suche nach deutschen Eintragungen. Im linken Augenwinkel sehe ich einen Mann flott gehen. Er ist sandfarben angezogen, ein löchriges T-Shirt und Bauarbeiterschuhe. Ich sehe rasch zur Aufseherin, sie deutet mir ich solle dem Sandmännchen folgen. Ich trabe rasch hinter dem Mann her. Er ist wie ein Wiesel, sehr schnell. Er bahnt sich in Windeseile einen Weg durch eine amerikanische Touristengruppe. Ich hinterher, gleich habe ich ihn. „Sorry. Sorry. Sorry.“ Die Amis lassen mich durch, bei dem Akzent gehöre ich sicherlich nicht zu ihnen. Ich erwische mit meinem Finger ein Lock im T-Shirt vom Sandmann und ziehe an. Er dreht sich um. Ich lächle ihm mitten ins Gesicht und deute mit dem Zeigefinger auf mich. Er: „Ahhhh.“ Ich gehe zum Tatort, zeige ins Loch, er nickt. Robert hat sich den tiefsten Graben ausgesucht. Er lächelt und steigt per Leiter in die Tiefe. Er kommt an, nimmt die Sonnenbrille, steckt sie in seinen Ausschnitt und kommt wieder hoch. Ich strahle über das ganze Gesicht. Da ist sie wieder. So viel Aufregung hat mich vergessen lassen ein Foto zu schießen. Robert habe ich verloren. 

Ich gehe durch die Ausgrabungsstätte alleine und genieße die sehr alten Steine, Mauern, Töpfe, Krüge, Wände, … Ich finde Robert wieder und er ist völlig überrascht, was alles während unserer Trennung passiert ist und setzt sich die Sonnenbrille auf. Ich mache eine Sonnenbrillen-Notiz im Gästebuch und bedanke mich nochmals recht herzlich.
In Akrotiri wird das Problem gelöst. Wäre diese Hilfsaktion in Carnuntum auch so problemlos gelaufen? Ich habe keine Ahnung, vielleicht unterschätze ich Österreich und dessen Flexibilität.


Einen neuen Strand entdeckt namens Leros-Beach. Noch nie gehört, noch nie gesehen, ich bin kein Neuling in Thira, gut gefallen.



Einkaufsbummel in Kamari.

Letztes Abendessen in Fira. Trotz Touristen-Buden wohin das Auge reicht ein schönes Lokal gefunden und eine Kleinigkeit gegessen.
Der letzte Einkauf Oliven-Schuhe, erstens weil ich die Farbe so gerne mag und zweitens Oliven liebe.

Morgen muss ich nach Hause aber erst um 15.35 Uhr. Ein Frühstück in der Stadt, ein letzter Blick über den Krater, die Sonne im Gesicht genießen, die Feuchte des Meeres noch einmal einatmen, der letzte Greek-Kaffee, der letzte Cafe Frappé, der letzte frische Orangensaft … meine lieben Kykladen ich komme wieder ganz 
sicher, denn ich liebe euch.

Dienstag, 22. September 2015

Sikinos/Thira über Folegandors

Das Meer ist ruhig. Die Sonne versucht ihr Glück. Am Kai warten einige auf die Fähre. Der große orangefarbene  Dinosaurier (Zanteferries) dreht sich im Hafen um 180° und klappt den Popo auf. Anlegen, ausladen, aussteigen, hinausfahren, hineinfahren, einsteigen, Klappe schließen, Ablegen, fahren. In gefühlten 3 Minuten ist alles erledigt. Stimmt aber nicht.


Der Himmel ist mit Wolkenungeheuern übersäht. Auf der Fähre suche ich mir ein nettes Plätzchen an Deck und mache die letzten Fotos von Sikinos. Sie Sonne öffnet sich immer wieder ein paar Fenster und blickt durch einem blauen Himmelvorhang auf die Ägäis. Ich sehe zu Ios, das mit einer schwarzen Wolkenhaube bedeckt ist.
Das Meer wirkt schwarz und die Wolken darüber üben sich im Malen von kreativen Grautönen. Vor uns Folegandros so schwarz wie ich es noch nie gesehen habe. Die Temperaturen sind angenehmen und das Meer ist ruhig.
Der Abschied fällt mir schwerer als gedacht. Das Ende des Urlaubes naht. Eine schreckliche Vorstellung, herausgerissen zu werden aus der Idylle und Ruhe.
In Folegandors feiere ich meine gute Überfahrt mit einem kleinen Frühstück. In der Hafeneinfahrt sehe ich die Gischt auf dem Wasser wachsen. Der Lärm des Wellenaufschlages auf den Felsen ist auch schon zu hören. Blitz, Donner und ein leichter Sommerregen prasselt auf meinen Sonnenschirm. Wann kommt endlich der Sea Jet2? Er ist 30 Minuten zu spät. Anlegen, Aussteigen, Einsteigen, Ablegen alles im Regen. Die zugeordneten Sitzplätze sind in der Mitte des Schiffes. Das ist sehr gut, weniger Schaukelfeeling. An Sikinos vorbei, erste Station Ios und dann nach Thira. Knapp vor dem Ende meiner Fahrt übergibt sich das junge Fräulein vor mir. Aufspringen und schnell weg, es säuerlt schon. Bä. Armes Mädchen.

Thira ist der pure Schock. Hilfe ich bin in der Wirklichkeit. Ein Spaziergang nach Fira auf der befahrenen Hauptstraße verschlägt mir jede Worte. Der Lärmpegel ist so hoch, dass meine Ohren mich fragen: „Warum?“ In den engen Gassen der Stadt stürze ich mich ins Einkaufen. Ich muss mich ablenken. Asiaten, Asiaten und nochmals Asiaten. Sie treten in Rudeln auf und sind lächerlich gekleidet. Es gibt Chinesisches Fastfood statt Moussaka und Tzatziki. Die weiteren Herdentiere sind vom Megaschiff an Land gebracht. Sie sind gut zu erkennen an den Aufklebern an der Brust. Die Farben bedeuten wahrscheinlich: Grün, Dingi A, 14.00 – 16.25 Uhr. Das Gewusel wird mir zu viel und ich möchte ein Glas Wein auf einer schönen Terrasse trinken und die Sonnen-Wolken-Stimmung genießen. 1 Glas Wein 6,-- Euro. Um den Schock zu ertränken kaufe ich ein zweites Glas Wein. Das Spiel der Sonne mit Farben und Wolken war ein Naturspektakel.
Morgen wird alles wieder gut.














Nachtrag zu Sikinos:
Müllcontainer Incongnito
Ich dachte schon es gäbe keine auf Sikinos.

Montag, 21. September 2015

Sikinos / 2. Tageseintrag

21.15 Uhr: Ich sehe ein Wetterleuchten. Die Wellen sind furchterregend zu hören, zum Glück sehe ich sie nicht, es ist schon finster. Das Wetter bessert sich erst übermorgen. Was bis dahin passiert weiß Zeus alleine.

Ein älteres Ehepaar, geschätzt 70+/-, aus England, spielen auf ihrem Balkon laute Pop-Musik, lesen im i-Book, telefonieren mit dem iPhone, haben ein Tabletts, sind auf Facebook, verfolgen ihr Schiff im Internet, das heute NacHintert wegen des starken Sturms starke Verspätung haben wird, hüpfen seit Tagen von einer Insel auf die andere, die nächste Fähre heute Nacht, wenn Poseidon will, fahren sie nach Ios. Die lassen mich ziemlich alt aussehen.

Auf meiner Reise habe ich wieder feststellen müssen, dass Inselspringen in Griechenland unmodern geworden ist. Auf Inseln, die etwas unbequemer zu erreichen sind und auch nicht so bekannt, werden nur vom ältern Publikum abgefahren. Die Alt-Hippies der 60iger Jahre sind unterwegs. Ich habe auf meiner Tour genau sieben junge Frauen gesehen mit Rucksäcken. Was machen die Burschen? Muss alles All inklusive sein? Kein Geld? Keine Lust etwas zu entdecken oder kennen zu lernen? Eine seltsame Zeit. Ein gesellschaftliches Phänomen.
Viel unterwegs sind Italiener und Franzosen, aber auch nicht das junge Publikum.

Sikinos

Eine große Wolke schwebt über der Insel Sikinos und trübt den Sonnenaufgang. Die Sonne setzt sich durch als sie wieder den Hügel erklommen hat. Heute ist die Ruhe durch Bauarbeiten gestört aber nicht lästig. Ich höre Hämmern auf Stein. Ich höre eine Mischmaschine. Ich höre einen Bohrer. Die heutigen Temperaturen für Bauarbeiten und Restaurierungen sind perfekt. Die Sonne verschiebt die graue Wolke auf den Berg zur Chroa. 


Ich möchte noch einmal auf den Strand Agios Giorgios um ein paar Steine zur Erinnerung mitzunehmen. Der Koffer ist viel leichter geworden seit den vielen Tagen meiner Reise. Viele Bekleidungsstücke sind entsorgt, das Duschgel und die Bodylotion fast aufgebraucht. Ich habe 20kg-Freigepäck und die werden voll genutzt, auch mit Steinen.

Am Beach vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen „Auf Freiheit zugeschnitten; Emilie Flöge Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts“. Mein drittes Buch in diesem Urlaub. Mein Lebensmensch und Reisebegleiter Consul Roberto baut aus Steinen eine Burg und erfreut sich über jeden erbauten Turm.
Die graue Wolke hat im Streit mit der Sonne um die Vorherrschaft des Seins gewonnen. Anziehen und in die Chora fahren mit dem Moped auf einen Café Frappé. Ich kann den Regen riechen. Meine Nase hat mich nicht getäuscht. Tropfen fallen vom Himmel. „Bitte nicht zum Schütten anfangen, am Moped und auf diesen Straßen, ohne Helm.“ Ich klammere mich an Robert und er bringt mich sicher zu einem kleinen Restaurant an der Hauptstraße bei der Chora. 1001 Tropfen, das dürfte schon alles gewesen sein, dafür ist der Wind stärker geworden.

Das Moped wird nicht mehr gebraucht. Ich sitze am Balkon. Die Wellen kommen laut und in voller Aufregung in den Hafen gepoltert. Ich denke leise an morgen. „Wind, Wellen, Fähre, Verspätungen. Fort, fort, fort ihr bösen Gedanken. Schau ma amal wie es morgen wird.“

Die einzige Tankstelle auf dieser Insel ist ein Selbstbedienungsautomat. Diese Dinger sind immer eine Herausforderung. Das Wichtigste ist es sich zu konzentrieren, den Text zu lesen und ihn auch zu befolgen. Ich habe nicht sofort verstanden was genau bei manchen Eingaben gemeint ist aber nach sechs Versuchen hat der siebente Anlauf funktioniert. Kein Sprit für das Moped ist doch ein schwerwiegendes Problem. (Ehrlich: der Tankstellenautomatenselbstbedienungskampf war gestern.)

Ein Katamaran will in die Bucht von Alopronia fahren (nicht segeln). Ein kleines Motorboot kommt zur Hilfe und gibt Anweisungen. Die Mannschaft am Kat sieht etwas ratlos und zögerlich auf die Hafeneinfahrt. Der Lotse hilft und der Katamaran schafft das Anlegemanöver bravourös. Ich kann die Szene gut mit meiner Kamera beobachten, Dank dem Zoom. Es scheint mir jeder an Bord weiß seine Aufgaben und befolgt die Anweisungen des Skippers. Ich habe mich sehr gefreut für das Boot, das nun in Sicherheit ist. Die hohen Wellen waren für das Schiff sicherlich nicht lustig. Segeln ist bei so viel Wind mehr Gefahr als geglaubt, wenn es sich jemand überhaupt antut.


15.45 Uhr: Die Sonne kommt, es wird heller, der Wind gleich stark. Es kümmert mich das Wetter nie so viel wie hier auf den Kykladen. 

Sonntag, 20. September 2015

Sikinos

Die Sonnenstrahlen wandern den Hügel hinauf, angekommen winkt der erste Sonnenstrahl in mein Zimmer. Ich frühstücke ein paar Früchte und Joghurt auf meinem Balkon.
Die Stadt Alopronia liegt noch im tiefen Schlaf. Es ist kein Moped, kein bellender Hund, kein lachendes Kind, kein Fähren-Bööööö und keine Glocken von Schafen, Ziegen oder der Kirche zu hören. Der Wind schläft heute auch tief und fest.
Das Wasser in der Bucht ist bewegungslos und ladet zum darauf Gehen ein. Die Ruhe ist hier erfunden worden.

Die Fähre, es legen hier doch mehr an als erwartet, der Zanteferries legt um 10.00 Uhr an statt um 09.25 Uhr. Das ist nicht gut. Mein gebuchtes Schiff derselben Kompanie soll übermorgen um 09.15 Uhr kommen und mich nach Folegandros zu bringen. Dort warte ich eine Stunde, um das nächste Schiff der Blue Stars nach Thira zu nehmen. Die Heimreise ruft. Es wäre gut für mich, wenn alle oder keine Fähre Verspätungen haben. Warum auch immer eine Verspätung zustande kommt, an der Windstille kann es nicht liegen.

Viele wartende Passagiere waren Griechen, die die Insel mit Sack und Pack verließen um nach ev. Athen zu fahren zum Überwintern.
Ein paar wenige Touristen, Schachteln, Kisten und ein LKW sind von Bord gegangen. Der LKW-Fahrer mit dieser Länge des Wagens muss ein wahrer Fahrkünstler sein um sich auf den doch etwas schmalen Straßen den Berg hinauf zu winden.

In Alopronia sind viele Grundstücke zu sehen, wild bewachsen aber mit einer wunderbaren Steinmauer umgeben mit Eingang. Jede Parzelle braucht seine ordentliche Grenze.


Ein Moped bringt mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Der Vermieter ist der Busfahrer. Er ist nicht ausfindig zu machen, also kommt ein anderer Mann. 15,-- Euro pro Tag. Barzahlung. Kein Vertrag. Keine Rechnung. Kein Helm. Alles Gute. Aber die frühe Einsamkeit des Strandes mit Schattenplatz ist gesichert.




Nach der Siesta meines Fahrers wurde ich zur Ausgrabung Episkopi gebracht und einem Weingut. Zum Verkosten gibt es Weiß oder Rot. Auf der Terrasse des Gutes gibt es den besten Sonnenuntergang der Welt. Ich genoss ihn mit kaltem Weißwein. Es war so schön.


Samstag, 19. September 2015

Sikinos

In der Hektik des Zusammenpackens um den Bus um 11.00 Uhr zum Strand zu erreichen habe ich das wichtigste Gut im Eiskasten vergessen. Wasser. Ich sehe den Tod. Er winkt mir zu. Die wenige Minuten nutze ich noch um den Supermarkt zu besuchen und Wasser und zwei Pfirsiche zu besorgen

Der unklimatisierte Bus lässt beim Fahren die Türe offen. Mit dem Fahrer ist das Sprechen sicherlich verboten aber dem Chauffeur ist telefonieren erlaubt. Jeder Pilger auf der Straße wird aufgelesen und mitgenommen. Langsam und sehr bedächtig bringt er seine Gäste zum Agios Giorgios. 

Die Menschen drängeln zum Zahlen und verlassen rasch den Bus. Etwas später war mir klar, warum dieser Stress. Es war der Lauf um die besten Plätze der nur sechs Schirme. „Erster, ich habe es geschafft und die anderen sind mir wurscht.“ Die Schattensieger stellen ihren Rucksack oder eine Tasche, die Bekleidung und das Wasser unter den Schirm und legen sich in die erbarmungslose Sonne. Warum legen sich nicht die Taschen zusammen unter einen Schirm, dann hätte ich ein Schattenplätzchen, das ich so notwenig brauche. Es ist sehr heiß und windstill, ich liebe meine Haut und möchte sie nicht kaputt machen.

Ich versuche an der Felswand entlang zu klettern um eventuell eine kleine schattige Steinplatte zu finden und um auch nackt baden zu können. Nichts zu finden. Am Weg retour zerreiße ich meine Lieblingsurlaubshose. Der dünngewaschene Stoff konnte den Strapazen nicht mehr Stand halten können.

Nach zwei Stunden Sonnenbaden und viel Schwimmen habe ich beschlossen, der Bus soll mich wieder zurück bringen bzw. in der Chora will ich einen Greek-Salat essen. Die kleine Stadt bietet Häuser, kleine Kirchen, Katzenbabys, die Busstation, eine Schule und eine Taverne. Ich betrete das kleine Restaurant zur Sperrstunde. Auf Sikonos ist das kein Problem ich bekomme meinen Salat und ein Glas Wein.
Ein Mann hat mich auf der Hauptstraße aufgelesen und bringt mich zu Galini zurück. Während der fahrt erzählt er, dass er in Athen wohnt und nur nach Sikinos seiner Heimatinsel gekommen ist um morgen zur Wahl zu gehen. Gibt es keine Briefwahl? Oder fand er es eine gute Zeit seinen Vater zu besuchen.

In meinem Studio angekommen setzte ich mich auf die schattige Terrasse. Ich sehe  auf den kleinen Hafen und die schönen weißen Häuser auf dem Hang gegenüber. Die Sonne senkt sich hinter meinem Haus und Alopronia legt die Farben des Sonnenuntergangs an. Ein erschreckend lautes Brummen weckt die gesamte Aufmerksamkeit an sich. Eine Fähre der Zanteferries in leuchtendem Orange kommt. Die ruft: „brummmmmm Kundschaft, Obst, Gemüse, Ersatzteile, brummmmmm“. Der Chef vom Galini springt sofort in sein Auto. Der Bus rast die Straße hinab. Es ist der Sommer alt geworden ohne Gäste kein Verkaufen, was auch immer. Der Vermieter kommt zurück mit einer Touristin, die Fähre brummt zum Abschied und fährt weg. Ruhe ist wieder eingekehrt. Ich liebe dich, du Ruhe du. Ich sitze hier auf einem Aussichtsturm. Ich überblicke alles. Wer mit dem Moped fährt, was er geladen hat, ob der Bus pünktlich ist, wer zu Einkaufen geht. Ich bin die neue Hausmeisterin von Sikinos.
Sikinos hat einen großen Teil des Landes in Anbauterrassen (wie im Vietnam) angelegt. Es wird hier Wein angebaut. Das ist eine mühsame und aufwendige Arbeit. Fall sich ein Weinbauer wieder einmal bei uns über irgend etwas beschwert, zahle ich ihm ein Ticket nach Sikinos.




Katzenbabys meine Modelle: