καλημέρα!
Sonnenaufgang über Anafi.
Mein letzter Tag beginnt.
Ende des Blogs,ευχαριστώ.
2015 - Kykladen
Thira - Naxos - Schinoussa - Pano Koufonisi - Kato Koufonisi - Amorgos - Paros - Antiparos - Sikinos - Thira
Donnerstag, 24. September 2015
Mittwoch, 23. September 2015
Thira
Starker Regen, ein Geräusch
wie in der Heimat, lässt mich munter werden. Gestern Nacht hat es schon einen
Regenschwall von den Wolken gegeben. Ich kann mich nicht erinnern jemals Regen
auf den Kykladen erlebt zu haben. Die Restaurants in Fira, am Krater verteilt
gebaut, sind ausschließlich mit Terrassen und Sonnenplanen gebaut. Ein „Indoor“
gibt es ganz selten.
Akrotiri ist das Ziel. Diese
Ausgrabung nennt sich auch das Pompeii der Ägäis. Der Unterschied ist, dass
keine versteinerten Leichen gefunden worden sind. Akrotiri wird datiert mit
1.500 v.Chr. Die Stadt Akrotiri wurde ein Jahr vor dem großen Vulkanausbruch
verlassen. Es scheint mir, dass jemand etwas geahnt hat, berechnet hat, gefühlt
hat oder erraten hat. Die Ausgrabungsstätte ist überdacht. Ein Weg mit
Holzlatten weist den Besuchern den Weg und lässt sie teilweise auf die
Ausgrabung hinterschauen. Die Neugier lässt Robert in die tiefste Tiefe sehen.
Er konnte nichts sehen außer Sand und seine Sonnenbrille, die gerade im freien
Fall von der Kappe hinab gleitet und ins Ungewisse fällt.
Ich gehe zu einer Aufseherin
und frage ob das Bergen der Sonnenbrille meines Freundes ein Problem darstellen
würde. Sie gibt einem Kollegen eine Weisung und zu mir sagt sie ich solle ihm
nachgehen. Ich wackle dem Herren im blauen T-Shirt nach zum Ausgang.
Wahrscheinlich werde ich jetzt hinausgeworfen. Er spricht wieder mit einer anderen
Aufseherin, die im anscheinend eine Telefondurchwahl sagt. Es folgt ein
Telefonat. Im Anschluss daran eine Bitte an mich, ich soll hier warten. Ich
blättere einstweilen im Gästebuch und suche nach deutschen Eintragungen. Im
linken Augenwinkel sehe ich einen Mann flott gehen. Er ist sandfarben
angezogen, ein löchriges T-Shirt und Bauarbeiterschuhe. Ich sehe rasch zur
Aufseherin, sie deutet mir ich solle dem Sandmännchen folgen. Ich trabe rasch
hinter dem Mann her. Er ist wie ein Wiesel, sehr schnell. Er bahnt sich in
Windeseile einen Weg durch eine amerikanische Touristengruppe. Ich hinterher,
gleich habe ich ihn. „Sorry. Sorry. Sorry.“ Die Amis lassen mich durch, bei dem
Akzent gehöre ich sicherlich nicht zu ihnen. Ich erwische mit meinem Finger ein
Lock im T-Shirt vom Sandmann und ziehe an. Er dreht sich um. Ich lächle ihm
mitten ins Gesicht und deute mit dem Zeigefinger auf mich. Er: „Ahhhh.“ Ich
gehe zum Tatort, zeige ins Loch, er nickt. Robert hat sich den tiefsten Graben
ausgesucht. Er lächelt und steigt per Leiter in die Tiefe. Er kommt an, nimmt
die Sonnenbrille, steckt sie in seinen Ausschnitt und kommt wieder hoch. Ich
strahle über das ganze Gesicht. Da ist sie wieder. So viel Aufregung hat mich
vergessen lassen ein Foto zu schießen. Robert habe ich verloren.
Ich gehe durch
die Ausgrabungsstätte alleine und genieße die sehr alten Steine, Mauern, Töpfe,
Krüge, Wände, … Ich finde Robert wieder und er ist völlig überrascht, was alles
während unserer Trennung passiert ist und setzt sich die Sonnenbrille auf. Ich
mache eine Sonnenbrillen-Notiz im Gästebuch und bedanke mich nochmals recht
herzlich.
Letztes Abendessen in Fira.
Trotz Touristen-Buden wohin das Auge reicht ein schönes Lokal gefunden und eine
Kleinigkeit gegessen.
Morgen muss ich nach Hause aber erst um 15.35 Uhr. Ein Frühstück in der Stadt, ein letzter Blick über den Krater, die Sonne im Gesicht genießen, die Feuchte des Meeres noch einmal einatmen, der letzte Greek-Kaffee, der letzte Cafe Frappé, der letzte frische Orangensaft … meine lieben Kykladen ich komme wieder ganz
Lesen im Bett und warten auf
Sonne. Sie kommt, trocknet die Böden auf und spendet Wärme.
Ein vierrädriges Motorbike
soll lustig sein. Im Design? Für den Fahrer? Für die Beifahrerin?
Akrotiri ist das Ziel. Diese
Ausgrabung nennt sich auch das Pompeii der Ägäis. Der Unterschied ist, dass
keine versteinerten Leichen gefunden worden sind. Akrotiri wird datiert mit
1.500 v.Chr. Die Stadt Akrotiri wurde ein Jahr vor dem großen Vulkanausbruch
verlassen. Es scheint mir, dass jemand etwas geahnt hat, berechnet hat, gefühlt
hat oder erraten hat. Die Ausgrabungsstätte ist überdacht. Ein Weg mit
Holzlatten weist den Besuchern den Weg und lässt sie teilweise auf die
Ausgrabung hinterschauen. Die Neugier lässt Robert in die tiefste Tiefe sehen.
Er konnte nichts sehen außer Sand und seine Sonnenbrille, die gerade im freien
Fall von der Kappe hinab gleitet und ins Ungewisse fällt.
Ich gehe zu einer Aufseherin
und frage ob das Bergen der Sonnenbrille meines Freundes ein Problem darstellen
würde. Sie gibt einem Kollegen eine Weisung und zu mir sagt sie ich solle ihm
nachgehen. Ich wackle dem Herren im blauen T-Shirt nach zum Ausgang.
Wahrscheinlich werde ich jetzt hinausgeworfen. Er spricht wieder mit einer anderen
Aufseherin, die im anscheinend eine Telefondurchwahl sagt. Es folgt ein
Telefonat. Im Anschluss daran eine Bitte an mich, ich soll hier warten. Ich
blättere einstweilen im Gästebuch und suche nach deutschen Eintragungen. Im
linken Augenwinkel sehe ich einen Mann flott gehen. Er ist sandfarben
angezogen, ein löchriges T-Shirt und Bauarbeiterschuhe. Ich sehe rasch zur
Aufseherin, sie deutet mir ich solle dem Sandmännchen folgen. Ich trabe rasch
hinter dem Mann her. Er ist wie ein Wiesel, sehr schnell. Er bahnt sich in
Windeseile einen Weg durch eine amerikanische Touristengruppe. Ich hinterher,
gleich habe ich ihn. „Sorry. Sorry. Sorry.“ Die Amis lassen mich durch, bei dem
Akzent gehöre ich sicherlich nicht zu ihnen. Ich erwische mit meinem Finger ein
Lock im T-Shirt vom Sandmann und ziehe an. Er dreht sich um. Ich lächle ihm
mitten ins Gesicht und deute mit dem Zeigefinger auf mich. Er: „Ahhhh.“ Ich
gehe zum Tatort, zeige ins Loch, er nickt. Robert hat sich den tiefsten Graben
ausgesucht. Er lächelt und steigt per Leiter in die Tiefe. Er kommt an, nimmt
die Sonnenbrille, steckt sie in seinen Ausschnitt und kommt wieder hoch. Ich
strahle über das ganze Gesicht. Da ist sie wieder. So viel Aufregung hat mich
vergessen lassen ein Foto zu schießen. Robert habe ich verloren.
Ich gehe durch
die Ausgrabungsstätte alleine und genieße die sehr alten Steine, Mauern, Töpfe,
Krüge, Wände, … Ich finde Robert wieder und er ist völlig überrascht, was alles
während unserer Trennung passiert ist und setzt sich die Sonnenbrille auf. Ich
mache eine Sonnenbrillen-Notiz im Gästebuch und bedanke mich nochmals recht
herzlich.
In Akrotiri wird das Problem
gelöst. Wäre diese Hilfsaktion in Carnuntum auch so problemlos gelaufen? Ich
habe keine Ahnung, vielleicht unterschätze ich Österreich und dessen Flexibilität.
Einen neuen Strand entdeckt
namens Leros-Beach. Noch nie gehört, noch nie gesehen, ich bin kein Neuling in
Thira, gut gefallen.
Einkaufsbummel in Kamari.
Letztes Abendessen in Fira.
Trotz Touristen-Buden wohin das Auge reicht ein schönes Lokal gefunden und eine
Kleinigkeit gegessen.
Der letzte Einkauf
Oliven-Schuhe, erstens weil ich die Farbe so gerne mag und zweitens Oliven
liebe.
Morgen muss ich nach Hause aber erst um 15.35 Uhr. Ein Frühstück in der Stadt, ein letzter Blick über den Krater, die Sonne im Gesicht genießen, die Feuchte des Meeres noch einmal einatmen, der letzte Greek-Kaffee, der letzte Cafe Frappé, der letzte frische Orangensaft … meine lieben Kykladen ich komme wieder ganz
sicher, denn ich
liebe euch.
Dienstag, 22. September 2015
Sikinos/Thira über Folegandors
Das
Meer ist ruhig. Die Sonne versucht ihr Glück. Am Kai warten einige auf die
Fähre. Der große orangefarbene
Dinosaurier (Zanteferries) dreht sich im Hafen um 180° und klappt den
Popo auf. Anlegen, ausladen, aussteigen, hinausfahren, hineinfahren,
einsteigen, Klappe schließen, Ablegen, fahren. In gefühlten 3 Minuten ist alles
erledigt. Stimmt aber nicht.
Der Himmel ist mit Wolkenungeheuern übersäht. Auf der Fähre suche ich mir ein nettes Plätzchen an Deck und mache die letzten Fotos von Sikinos. Sie Sonne öffnet sich immer wieder ein paar Fenster und blickt durch einem blauen Himmelvorhang auf die Ägäis. Ich sehe zu Ios, das mit einer schwarzen Wolkenhaube bedeckt ist.
Das
Meer wirkt schwarz und die Wolken darüber üben sich im Malen von kreativen
Grautönen. Vor uns Folegandros so schwarz wie ich es noch nie gesehen habe. Die
Temperaturen sind angenehmen und das Meer ist ruhig.
Der Himmel ist mit Wolkenungeheuern übersäht. Auf der Fähre suche ich mir ein nettes Plätzchen an Deck und mache die letzten Fotos von Sikinos. Sie Sonne öffnet sich immer wieder ein paar Fenster und blickt durch einem blauen Himmelvorhang auf die Ägäis. Ich sehe zu Ios, das mit einer schwarzen Wolkenhaube bedeckt ist.
Das
Meer wirkt schwarz und die Wolken darüber üben sich im Malen von kreativen
Grautönen. Vor uns Folegandros so schwarz wie ich es noch nie gesehen habe. Die
Temperaturen sind angenehmen und das Meer ist ruhig.
Der
Abschied fällt mir schwerer als gedacht. Das Ende des Urlaubes naht. Eine
schreckliche Vorstellung, herausgerissen zu werden aus der Idylle und Ruhe.
In
Folegandors feiere ich meine gute Überfahrt mit einem kleinen Frühstück. In der
Hafeneinfahrt sehe ich die Gischt auf dem Wasser wachsen. Der Lärm des
Wellenaufschlages auf den Felsen ist auch schon zu hören. Blitz, Donner und ein
leichter Sommerregen prasselt auf meinen Sonnenschirm. Wann kommt endlich der
Sea Jet2? Er ist 30 Minuten zu spät. Anlegen, Aussteigen, Einsteigen, Ablegen
alles im Regen. Die zugeordneten Sitzplätze sind in der Mitte des Schiffes. Das
ist sehr gut, weniger Schaukelfeeling. An Sikinos vorbei, erste Station Ios und
dann nach Thira. Knapp vor dem Ende meiner Fahrt übergibt sich das junge
Fräulein vor mir. Aufspringen und schnell weg, es säuerlt schon. Bä. Armes
Mädchen.
Thira
ist der pure Schock. Hilfe ich bin in der Wirklichkeit. Ein Spaziergang nach
Fira auf der befahrenen Hauptstraße verschlägt mir jede Worte. Der Lärmpegel
ist so hoch, dass meine Ohren mich fragen: „Warum?“ In den engen Gassen der
Stadt stürze ich mich ins Einkaufen. Ich muss mich ablenken. Asiaten, Asiaten
und nochmals Asiaten. Sie treten in Rudeln auf und sind lächerlich gekleidet.
Es gibt Chinesisches Fastfood statt Moussaka und Tzatziki. Die weiteren
Herdentiere sind vom Megaschiff an Land gebracht. Sie sind gut zu erkennen an
den Aufklebern an der Brust. Die Farben bedeuten wahrscheinlich: Grün, Dingi A,
14.00 – 16.25 Uhr. Das Gewusel wird mir zu viel und ich möchte ein Glas Wein
auf einer schönen Terrasse trinken und die Sonnen-Wolken-Stimmung genießen. 1
Glas Wein 6,-- Euro. Um den Schock zu ertränken kaufe ich ein zweites Glas
Wein. Das Spiel der Sonne mit Farben und Wolken war ein Naturspektakel.
Morgen
wird alles wieder gut.
Müllcontainer Incongnito
Ich dachte schon es gäbe keine auf Sikinos.
Montag, 21. September 2015
Sikinos / 2. Tageseintrag
21.15
Uhr: Ich sehe ein Wetterleuchten. Die Wellen sind furchterregend zu hören, zum
Glück sehe ich sie nicht, es ist schon finster. Das Wetter bessert sich
erst übermorgen. Was bis dahin passiert weiß Zeus alleine.
Auf
meiner Reise habe ich wieder feststellen müssen, dass Inselspringen in
Griechenland unmodern geworden ist. Auf Inseln, die etwas unbequemer zu
erreichen sind und auch nicht so bekannt, werden nur vom ältern Publikum
abgefahren. Die Alt-Hippies der 60iger Jahre sind unterwegs. Ich habe auf
meiner Tour genau sieben junge Frauen gesehen mit Rucksäcken. Was machen die
Burschen? Muss alles All inklusive sein? Kein Geld? Keine Lust etwas zu
entdecken oder kennen zu lernen? Eine seltsame Zeit. Ein gesellschaftliches
Phänomen.
Viel unterwegs sind Italiener und Franzosen, aber auch nicht das junge Publikum.
Ein
älteres Ehepaar, geschätzt 70+/-, aus England, spielen auf ihrem Balkon laute
Pop-Musik, lesen im i-Book, telefonieren mit dem iPhone, haben ein Tabletts,
sind auf Facebook, verfolgen ihr Schiff im Internet, das heute NacHintert wegen
des starken Sturms starke Verspätung haben wird, hüpfen seit Tagen von einer
Insel auf die andere, die nächste Fähre heute Nacht, wenn Poseidon will, fahren
sie nach Ios. Die lassen mich ziemlich alt aussehen.
Viel unterwegs sind Italiener und Franzosen, aber auch nicht das junge Publikum.
Sikinos
Eine große Wolke schwebt
über der Insel Sikinos und trübt den Sonnenaufgang. Die Sonne setzt sich durch
als sie wieder den Hügel erklommen hat. Heute ist die Ruhe durch Bauarbeiten
gestört aber nicht lästig. Ich höre Hämmern auf Stein. Ich höre eine
Mischmaschine. Ich höre einen Bohrer. Die heutigen Temperaturen für Bauarbeiten
und Restaurierungen sind perfekt. Die Sonne verschiebt die graue Wolke auf den
Berg zur Chroa.

Ich möchte noch einmal auf den Strand Agios Giorgios um ein paar Steine zur Erinnerung mitzunehmen. Der Koffer ist viel leichter geworden seit den vielen Tagen meiner Reise. Viele Bekleidungsstücke sind entsorgt, das Duschgel und die Bodylotion fast aufgebraucht. Ich habe 20kg-Freigepäck und die werden voll genutzt, auch mit Steinen.
Das Moped wird nicht mehr
gebraucht. Ich sitze am Balkon. Die Wellen kommen laut und in voller Aufregung
in den Hafen gepoltert. Ich denke leise an morgen. „Wind, Wellen, Fähre,
Verspätungen. Fort, fort, fort ihr bösen Gedanken. Schau ma amal wie es morgen
wird.“

Ich möchte noch einmal auf den Strand Agios Giorgios um ein paar Steine zur Erinnerung mitzunehmen. Der Koffer ist viel leichter geworden seit den vielen Tagen meiner Reise. Viele Bekleidungsstücke sind entsorgt, das Duschgel und die Bodylotion fast aufgebraucht. Ich habe 20kg-Freigepäck und die werden voll genutzt, auch mit Steinen.
Die graue Wolke hat im
Streit mit der Sonne um die Vorherrschaft des Seins gewonnen. Anziehen und in
die Chora fahren mit dem Moped auf einen Café Frappé. Ich kann den Regen
riechen. Meine Nase hat mich nicht getäuscht. Tropfen fallen vom Himmel. „Bitte
nicht zum Schütten anfangen, am Moped und auf diesen Straßen, ohne Helm.“ Ich
klammere mich an Robert und er bringt mich sicher zu einem kleinen Restaurant
an der Hauptstraße bei der Chora. 1001 Tropfen, das dürfte schon alles gewesen
sein, dafür ist der Wind stärker geworden.
Das Moped wird nicht mehr
gebraucht. Ich sitze am Balkon. Die Wellen kommen laut und in voller Aufregung
in den Hafen gepoltert. Ich denke leise an morgen. „Wind, Wellen, Fähre,
Verspätungen. Fort, fort, fort ihr bösen Gedanken. Schau ma amal wie es morgen
wird.“
Die einzige Tankstelle auf
dieser Insel ist ein Selbstbedienungsautomat. Diese Dinger sind immer eine
Herausforderung. Das Wichtigste ist es sich zu konzentrieren, den Text zu lesen
und ihn auch zu befolgen. Ich habe nicht sofort verstanden was genau bei
manchen Eingaben gemeint ist aber nach sechs Versuchen hat der siebente Anlauf
funktioniert. Kein Sprit für das Moped ist doch ein schwerwiegendes Problem. (Ehrlich:
der Tankstellenautomatenselbstbedienungskampf war gestern.)
Ein Katamaran will in die
Bucht von Alopronia fahren (nicht segeln). Ein kleines Motorboot kommt zur
Hilfe und gibt Anweisungen. Die Mannschaft am Kat sieht etwas ratlos und
zögerlich auf die Hafeneinfahrt. Der Lotse hilft und der Katamaran schafft das
Anlegemanöver bravourös. Ich kann die Szene gut mit meiner Kamera beobachten, Dank
dem Zoom. Es scheint mir jeder an Bord weiß seine Aufgaben und befolgt die
Anweisungen des Skippers. Ich habe mich sehr gefreut für das Boot, das nun in
Sicherheit ist. Die hohen Wellen waren für das Schiff sicherlich nicht lustig.
Segeln ist bei so viel Wind mehr Gefahr als geglaubt, wenn es sich jemand
überhaupt antut.
Sonntag, 20. September 2015
Sikinos
Die Sonnenstrahlen wandern
den Hügel hinauf, angekommen winkt der erste Sonnenstrahl in mein Zimmer. Ich
frühstücke ein paar Früchte und Joghurt auf meinem Balkon.

Die Fähre, es legen hier
doch mehr an als erwartet, der Zanteferries legt um 10.00 Uhr an statt um 09.25
Uhr. Das ist nicht gut. Mein gebuchtes Schiff derselben Kompanie soll
übermorgen um 09.15 Uhr kommen und mich nach Folegandros zu bringen. Dort warte
ich eine Stunde, um das nächste Schiff der Blue Stars nach Thira zu nehmen. Die
Heimreise ruft. Es wäre gut für mich, wenn alle oder keine Fähre Verspätungen
haben. Warum auch immer eine Verspätung zustande kommt, an der Windstille kann
es nicht liegen.
Viele wartende Passagiere
waren Griechen, die die Insel mit Sack und Pack verließen um nach ev. Athen zu
fahren zum Überwintern.

Die Stadt Alopronia liegt
noch im tiefen Schlaf. Es ist kein Moped, kein bellender Hund, kein lachendes
Kind, kein Fähren-Bööööö und keine Glocken von Schafen, Ziegen oder der Kirche
zu hören. Der Wind schläft heute auch tief und fest.
Das Wasser in der Bucht ist
bewegungslos und ladet zum darauf Gehen ein. Die Ruhe ist hier erfunden worden.

Die Fähre, es legen hier
doch mehr an als erwartet, der Zanteferries legt um 10.00 Uhr an statt um 09.25
Uhr. Das ist nicht gut. Mein gebuchtes Schiff derselben Kompanie soll
übermorgen um 09.15 Uhr kommen und mich nach Folegandros zu bringen. Dort warte
ich eine Stunde, um das nächste Schiff der Blue Stars nach Thira zu nehmen. Die
Heimreise ruft. Es wäre gut für mich, wenn alle oder keine Fähre Verspätungen
haben. Warum auch immer eine Verspätung zustande kommt, an der Windstille kann
es nicht liegen.
Viele wartende Passagiere
waren Griechen, die die Insel mit Sack und Pack verließen um nach ev. Athen zu
fahren zum Überwintern.
Ein paar wenige Touristen,
Schachteln, Kisten und ein LKW sind von Bord gegangen. Der LKW-Fahrer mit
dieser Länge des Wagens muss ein wahrer Fahrkünstler sein um sich auf den doch
etwas schmalen Straßen den Berg hinauf zu winden.
In Alopronia sind viele
Grundstücke zu sehen, wild bewachsen aber mit einer wunderbaren Steinmauer
umgeben mit Eingang. Jede Parzelle braucht seine ordentliche Grenze.
Ein
Moped bringt mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Der Vermieter ist der Busfahrer.
Er ist nicht ausfindig zu machen, also kommt ein anderer Mann. 15,-- Euro pro
Tag. Barzahlung. Kein Vertrag. Keine Rechnung. Kein Helm. Alles Gute. Aber die
frühe Einsamkeit des Strandes mit Schattenplatz ist gesichert.

Samstag, 19. September 2015
Sikinos
In der Hektik des
Zusammenpackens um den Bus um 11.00 Uhr zum Strand zu erreichen habe ich das
wichtigste Gut im Eiskasten vergessen. Wasser. Ich sehe den Tod. Er winkt mir
zu. Die wenige Minuten nutze ich noch um den Supermarkt zu besuchen und Wasser
und zwei Pfirsiche zu besorgen
Katzenbabys meine Modelle:


Der unklimatisierte Bus
lässt beim Fahren die Türe offen. Mit dem Fahrer ist das Sprechen sicherlich
verboten aber dem Chauffeur ist telefonieren erlaubt. Jeder Pilger auf der
Straße wird aufgelesen und mitgenommen. Langsam und sehr bedächtig bringt er
seine Gäste zum Agios Giorgios.
Die Menschen drängeln zum Zahlen und verlassen
rasch den Bus. Etwas später war mir klar, warum dieser Stress. Es war der Lauf
um die besten Plätze der nur sechs Schirme. „Erster, ich habe es geschafft und
die anderen sind mir wurscht.“ Die Schattensieger stellen ihren Rucksack oder
eine Tasche, die Bekleidung und das Wasser unter den Schirm und legen sich in
die erbarmungslose Sonne. Warum legen sich nicht die Taschen zusammen unter
einen Schirm, dann hätte ich ein Schattenplätzchen, das ich so notwenig brauche.
Es ist sehr heiß und windstill, ich liebe meine Haut und möchte sie nicht
kaputt machen.
Ich versuche an der Felswand entlang zu klettern um eventuell eine kleine schattige Steinplatte zu finden und um auch nackt baden zu können. Nichts zu finden. Am Weg retour zerreiße ich meine Lieblingsurlaubshose. Der dünngewaschene Stoff konnte den Strapazen nicht mehr Stand halten können.
Die Menschen drängeln zum Zahlen und verlassen
rasch den Bus. Etwas später war mir klar, warum dieser Stress. Es war der Lauf
um die besten Plätze der nur sechs Schirme. „Erster, ich habe es geschafft und
die anderen sind mir wurscht.“ Die Schattensieger stellen ihren Rucksack oder
eine Tasche, die Bekleidung und das Wasser unter den Schirm und legen sich in
die erbarmungslose Sonne. Warum legen sich nicht die Taschen zusammen unter
einen Schirm, dann hätte ich ein Schattenplätzchen, das ich so notwenig brauche.
Es ist sehr heiß und windstill, ich liebe meine Haut und möchte sie nicht
kaputt machen.Ich versuche an der Felswand entlang zu klettern um eventuell eine kleine schattige Steinplatte zu finden und um auch nackt baden zu können. Nichts zu finden. Am Weg retour zerreiße ich meine Lieblingsurlaubshose. Der dünngewaschene Stoff konnte den Strapazen nicht mehr Stand halten können.
Nach zwei Stunden
Sonnenbaden und viel Schwimmen habe ich beschlossen, der Bus soll mich wieder
zurück bringen bzw. in der Chora will ich einen Greek-Salat essen. Die kleine
Stadt bietet Häuser, kleine Kirchen, Katzenbabys, die Busstation, eine Schule
und eine Taverne. Ich betrete das kleine Restaurant zur Sperrstunde. Auf
Sikonos ist das kein Problem ich bekomme meinen Salat und ein Glas Wein.
Ein Mann hat mich auf der
Hauptstraße aufgelesen und bringt mich zu Galini zurück. Während der fahrt
erzählt er, dass er in Athen wohnt und nur nach Sikinos seiner Heimatinsel
gekommen ist um morgen zur Wahl zu gehen. Gibt es keine Briefwahl? Oder fand er
es eine gute Zeit seinen Vater zu besuchen.
In meinem Studio angekommen
setzte ich mich auf die schattige Terrasse. Ich sehe auf den kleinen Hafen und die schönen weißen
Häuser auf dem Hang gegenüber. Die Sonne senkt sich hinter meinem Haus und
Alopronia legt die Farben des Sonnenuntergangs an. Ein erschreckend lautes
Brummen weckt die gesamte Aufmerksamkeit an sich. Eine Fähre der Zanteferries
in leuchtendem Orange kommt. Die ruft: „brummmmmm Kundschaft, Obst, Gemüse,
Ersatzteile, brummmmmm“. Der Chef vom Galini springt sofort in sein Auto. Der
Bus rast die Straße hinab. Es ist der Sommer alt geworden ohne Gäste kein
Verkaufen, was auch immer. Der Vermieter kommt zurück mit einer Touristin, die
Fähre brummt zum Abschied und fährt weg. Ruhe ist wieder eingekehrt. Ich liebe
dich, du Ruhe du. Ich sitze hier auf einem Aussichtsturm. Ich überblicke alles.
Wer mit dem Moped fährt, was er geladen hat, ob der Bus pünktlich ist, wer zu
Einkaufen geht. Ich bin die neue Hausmeisterin von Sikinos.
Sikinos
hat einen großen Teil des Landes in Anbauterrassen (wie im Vietnam) angelegt. Es wird hier Wein
angebaut. Das ist eine mühsame und aufwendige Arbeit. Fall sich ein Weinbauer
wieder einmal bei uns über irgend etwas beschwert, zahle ich ihm ein Ticket
nach Sikinos.
Katzenbabys meine Modelle:


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