Ein Segelboot schippert
lautlos in die Bucht. Sein Dingi hinterher ziehend sucht es nach einem guten
Anlegeplätzchen. Die Segel sind eingezogen der Windstille entsprechend. Die
Entfernung zu mir verschluckt das Motortuckern. Es sind nur die Wellen zu
hören, die sanft den nahe gelegenen Strand umspülen. Das Lied eines Singvogels
dringt vertrauensvoll in mein Ohr.
Schluss mit Ruhe. Die
Ankerkette des Segelbootes rattert in die blaue Tiefe. Eine Frau in einem
messerscharfen deutschen Akzent schreit: „mehr Backbord“. Dieser charmanten
schneidigen Stimme wird nicht widersprochen. Das Schiff gehorcht und dreht sich
in den Befehl.
Ruhe kehrt wieder ein.
Wasser höre ich. Ein fester Strahl schwemmt das Innere eines Kübels rein. Die
Stille des jungen Tages findet sich wieder ein und wird durchbrochen vom
Wellenrauschen und dem Gesang des kleinen Vogels.
Kalispera
Der alternde Tag taucht in
ein helles Orange. Schritt für Schritt bewege ich mich einen staubigen Weg
entlang. Das herannahende Auto zieht einen Sandschleier nach. Ich bedecke Mund
und Nase mit einem Tuch um meine Atmung zu filtern. Der Weg ist gesäumt von
einer hüfthohen Steinmauer. Das Land will eingezäunt sein und geschützt. Hinter
der Begrenzung sind Steine, Sand, vereinzelte magere Olivenbäume, ein
verstaubter Feigenbaum und vertrocknete Disteln. Das hohe ausgetrocknete
Weideland wird von Schafen und Ziegen abgefressen. Was kann an diesem trockenen
Zeug noch schmecken. Diese Tiere haben sich der Gegebenheiten angepasst und scheinen
zufrieden ihr Abendessen zu genießen.
Das Orange des späten Tages
wird dunkler. Ich gehe an einem Lagerplatz vorüber. Ein verrostetes Auto,
gestapeltes Holz, Eimer, löchriges Metallbecken, Gänse, kleine Truthähne und,
ich konnte es nicht fassen, zwei rosa und drei schwarze Schweinderl. Ja,
natürlich. Warum nicht?
In Panagia angekommen setzten sich Müdigkeit, der tiefrote Abend und ich an einen Tisch und bestellen Wein und ein Abendessen.
Kali nichta








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