Die große blaue Fähre
schleicht sich wie ein Dieb in die Bucht und nimmt in ihren Bauch die
Passagiere auf. Das Schiff fährt wieder ohne Ton aus dem Hafen. Ich stehe am
Heck und winke meinen neu gewonnenen grauen Freunden zu. Schweren Herzens wird
der Abstand größer und größer bis ich den Inselnordnen gut überschauen kann.
Die Umrisse der Küste sind auch die Grenzen meiner grauen Geister. Erst auf
offener See scheint im Osten die aufgewachte Sonne in zarten Farben der
Orangepalette.
Ich drehe der Vergangenheit
den Rücken zu und freue mich auf die Zukunft in Paros.
Der Charme der Franzosen
An Bord des Schiffes fand
ich einen bequemen Fensterplatz. Ich breitete mich aus und genoss die Aussicht.
Ein Franzose ungeduldig und unwirsch behauptete mein Platz sei sein Platz und
meine neben mir stehende Tasche wurde wie der Blitz umgesetzt. Ich war empört.
Eine Sekunde später entschuldigte er sich „Sorry“ und beharrte auf die Sitze
vor mir. Er breitete seine Unhöflichkeit über diese Passagiere und dessen
Gepäck in Windeseile aus. Ich holte meine Tasche zu Frauchen zurück. Ruhe kehrt
wieder ein.
In der nächsten Station
Donoussa findet sich wieder ein streitlustiger Franzose in meiner Nähe ein. Er
winkt sein Ticket einer etwas verschlafenen Frau vor der Nase und deutet in einer Unfreundlichkeit zum
Quadrat, sie soll sofort und wenn möglich rasch den Platz räumen. Die Frau
setzt ihre Lesebrille auf und möchte das Ticket des Herrn Franzosen lesen. Er
möchte sich nicht in die Karte schauen lassen und wedelt wieder Unhöflichkeiten
in die Luft. Ich befürchtete einen körperlichen Angriff auf die Frau. Er wurde
in aller Ruhe durch die verschlafene Frau aufgeklärt, dass seine Plätze in der
Reihe vor der ihren seien. Ein kurzes „Sorry“ zischte der Franzose.
Manieren und Charme der
Franzosen schlummern im Maschinenraum neben dem Gepäck.
Hilfe! Hilfe!
In Paros angelegt, empfängt
mich die Unkultur am Hafen. Mein Gepäck wird in einen Van geladen von einem
ignoranten telefonierenden Griechen. „Kalimera. Ich bin die Kundin und dein
Nabel der Welt.“ Nachdem das wichtige Gespräch mit dem Druck auf die rote Taste
beendet wurde, lenkte er seine Aufmerksamkeit ungeteilt auf meine Person.
Am Beach Santa Maria in der
Nordostseite der Insel, der sich leider zur Unkenntlichkeit verändert hat, gibt
es in der Strandbar keinen Greek-Salat zu bestellen nur Burger aus dem Karton.
Nein danken. Mein Café Frappé und eine tolle selbstgemachte Limonade mit Minze
musste ich aus einem Plastikbecher mit Plastikstrohhalm trinken. Zur Rettung
dieses Lokals, die Musik aus der Dose war vom Feinsten, gespielt über eine
tolle Anlage.
Am Nachmittag am Sozius des
Mopeds den Beach Lagkeri und Kolimpithres und der Ort Naoussa besucht und nicht
wieder erkannt. Veränderungen müssen nicht immer eine Verbesserung darstellen.






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