Wie eh und je muss das
verwendete WC-Papier in den Kübel daneben geworfen werden. Vor vielen Jahren
war besagter Kübel ein Eimer ohne Deckel. Ich war immer wieder überrascht, dass
es keine, nicht die geringste, Geruchsbelästigung gab.
Heute sind die Klopapierkübel
mit Deckel und Fußöffnungstaste, hat sicher eine EU-Bestimmung durchgesetzt.
Ich bin mir nicht sicher, was ich lieber habe. „Mit oder ohne, das ist hier die
Frage“. Es läuft so ab, schmutziges Papier in der Hand, leicht gebückte Haltung,
wie entledigt man sich nun diesem Unrat, wenn die Fußtaste für den Plastikeimer
nicht funktioniert, Papier herausquellt, ich nun den Deckel per Hand öffnen
muss, die weite Hose an den Knien zu halten ist und die Prozedur mit zweiten
Abwisch von vorne beginnt. Es könnte eine versteckte Kamera montiert sein, diese
Filmchen wären sicher ein Renner.
Bast- oder Regiesessel
Welches Bild malt sich der
Geist im Kopf beim Wort Griechenland? Blau, Weiß, klares Meer, Wärme auf der
Haut, Wind, Mühlen, Flachdachhäuser, Café Frappe, Greek-Salat, Gelassenheit,
Holztische mit Papier-Kunststofftischtücher und wackelige mit Bast bespannte
blaue Holzsessel der Sorte „ohne Komfort“.
Die unbequemen, und nur in Griechenland
akzeptierten, Bastsessel haben eine starke Konkurrenz bekommen, den Regiesessel
in allen erdenklichen und unerdenklichen Farben. Bitte nicht.
Letzter Spaziergang
Wenige Wolken bedecken den
Himmel. Eine angenehme Brise fliegt durch die Lüfte und singt mir ins Ohr. Ein Spaniergang
durch die Stadt eröffnet mir die Größe und Weite des Ortes. Ich durchwandere die engen
Gassen und finde kleine Geschäfte, Bars, eine Galerie. Die Freude der
Entdeckungen formen meine Lippen zum einem Lächeln. Am Ende einer kleinen Bucht
ist eine gut erhaltene Mühle zu einem Hotel umfunktioniert worden. Auf einer
Anhöhe thront eine kleine Kirche mit dem besten Ausblick. Meine Haut freut sich
über die Badepause und mein Fotoapparat dankt ebenfalls, weil er wieder gute
Motive ablichten kann.
Die Fähre bringt mich nach Amorgos. Der Espress Skopelitis fährt die Kleinen Ostkykladen ab und ist ein kleines Boot mit vielen Möglichkeiten im Freien zu sitzen. So wie ich es von früher kenne. Der Wellengang und der starke Wind duschten mich im kühlen Nass. Ich hatte keine trockene Stelle an meiner Kleidung. Eine Frau an Bord lachte laut und lange über meinen Zustand des begossenen Pudels. Die nächste große Welle kam, die Gischt schäumte auf und der Wind machte die laut lachende Person mundtot. In der Station Danoussa stieg kein Passagier trocken aus. Meine Kleidung wurde vom Sonnenuntergang bis zur Station Amorgos Aegialis getrocknet.







Schauen doch auch sehr nett aus die bunten Sesseln!
AntwortenLöschenJa, das ist richtig. Die Sesseln in Rosa und Grün die Flonie in rosa Shirt mit grünen Ärmeln. Der Farbton war genau passend. Ich bin direkt erschrocken.
LöschenEin Sessel in Griechenland auf den Kykladen muss aus Holz sein mit Bastsitzbespannung und besonders wichtig - UNBEQUEM.