Samstag, 12. September 2015

Pano Koufonisi / Amorgos

Klopapier, ab in den Kübel

Wie eh und je muss das verwendete WC-Papier in den Kübel daneben geworfen werden. Vor vielen Jahren war besagter Kübel ein Eimer ohne Deckel. Ich war immer wieder überrascht, dass es keine, nicht die geringste, Geruchsbelästigung gab.
Heute sind die Klopapierkübel mit Deckel und Fußöffnungstaste, hat sicher eine EU-Bestimmung durchgesetzt. Ich bin mir nicht sicher, was ich lieber habe. „Mit oder ohne, das ist hier die Frage“. Es läuft so ab, schmutziges Papier in der Hand, leicht gebückte Haltung, wie entledigt man sich nun diesem Unrat, wenn die Fußtaste für den Plastikeimer nicht funktioniert, Papier herausquellt, ich nun den Deckel per Hand öffnen muss, die weite Hose an den Knien zu halten ist und die Prozedur mit zweiten Abwisch von vorne beginnt. Es könnte eine versteckte Kamera montiert sein, diese Filmchen wären sicher ein Renner.

Bast- oder Regiesessel

Welches Bild malt sich der Geist im Kopf beim Wort Griechenland? Blau, Weiß, klares Meer, Wärme auf der Haut, Wind, Mühlen, Flachdachhäuser, Café Frappe, Greek-Salat, Gelassenheit, Holztische mit Papier-Kunststofftischtücher und wackelige mit Bast bespannte blaue Holzsessel der Sorte „ohne Komfort“.
Die unbequemen, und nur in Griechenland akzeptierten, Bastsessel haben eine starke Konkurrenz bekommen, den Regiesessel in allen erdenklichen und unerdenklichen Farben. Bitte nicht.

 Letzter Spaziergang

Wenige Wolken bedecken den Himmel. Eine angenehme Brise fliegt durch die Lüfte und singt mir ins Ohr. Ein Spaniergang durch die Stadt eröffnet mir die Größe und  Weite des Ortes. Ich durchwandere die engen Gassen und finde kleine Geschäfte, Bars, eine Galerie. Die Freude der Entdeckungen formen meine Lippen zum einem Lächeln. Am Ende einer kleinen Bucht ist eine gut erhaltene Mühle zu einem Hotel umfunktioniert worden. Auf einer Anhöhe thront eine kleine Kirche mit dem besten Ausblick. Meine Haut freut sich über die Badepause und mein Fotoapparat dankt ebenfalls, weil er wieder gute Motive ablichten kann.







Die Fähre bringt mich nach Amorgos. Der Espress Skopelitis fährt die Kleinen Ostkykladen ab und ist ein kleines Boot mit vielen Möglichkeiten im Freien zu sitzen. So wie ich es von früher kenne. Der Wellengang und der starke Wind duschten mich im kühlen Nass. Ich hatte keine trockene Stelle an meiner Kleidung. Eine Frau an Bord lachte laut und lange über meinen Zustand des begossenen Pudels. Die nächste große Welle kam, die Gischt schäumte auf und der Wind machte die laut lachende Person mundtot. In der Station Danoussa stieg kein Passagier trocken aus. Meine Kleidung wurde vom Sonnenuntergang bis zur Station Amorgos Aegialis getrocknet.

2 Kommentare:

  1. Schauen doch auch sehr nett aus die bunten Sesseln!

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    1. Ja, das ist richtig. Die Sesseln in Rosa und Grün die Flonie in rosa Shirt mit grünen Ärmeln. Der Farbton war genau passend. Ich bin direkt erschrocken.
      Ein Sessel in Griechenland auf den Kykladen muss aus Holz sein mit Bastsitzbespannung und besonders wichtig - UNBEQUEM.

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