Donnerstag, 10. September 2015

Pano Koufonisi

Ich seh’, ich seh’ was du  nicht siehst.
Es ist grün, aus Plastik, schulterhoch, hat schwarze Räder, ist staubig und sein Deckel ist aufgeklappt.
- ein griechischer Müllcontainer
Grün: könnte zur Landschaft passen, wenn Koufonisi nicht so karg wäre
Plastik: Griechen lieben Kunststoff (Tischtücher noch immer aus Papieroberseite und Plastikbeschichtung auf der Unterseite
Schulterhoch: damit jeder besser hineinsehen kann
Räder: praktisch
Deckel offen: Müll ist schneller und ohne sich selbst schmutzig zu machen aus der Hand, die Nachbarschaft soll auch was vom Duftaroma abbekommen, es regnet nicht hinein weil es nicht regnet
Staubig: weil es nicht regnet zum zweiten
Mülltrennung? Ja, man trennt den Müllsack vom Haushalt.


Zarte Wolken am Himmel bilden ein Schattendach. Sonnenbrandgefahr und hohes Sonnenstichrisiko trotzdem gegeben. Die Kappe auf, den Sonnschutz auf die Haut und der Fußmarsch zum Pori Beach kann beginnen. Leichte Steigungen und die Hitze lassen Schweißperlen aus den Poren wachsen. An jeder kleinen Anhöhe bläst ein warmes zartes Lüftchen. Das ist keine Abkühlung und trotzdem angenehm. Am Strand angekommen, hat auch der Bus seine Endstation erreicht und meine Erinnerungen kommen auch langsam an. 
 
Es ist 14.00 Uhr. Der Badetag beginnt heute um zwei Stunden früher. Nackte und textile Badegäste liegen neben einander und tun so als wäre alles in bester Ordnung. Ich versuche die Nationalitäten an den Sprachen zu erhören. Italiener so weit meine Ohren reichen, außer rechts von mir leise nackte Franzosen und links von mir ruhige textile Österreicher.
Das Wasser ist angenehm warm, klar und fantastisch zum Schwimmen. 

Die Abendsonne ließ mich den Strand entlang zur Taverne Finikas gehen. Mein Hunger leitet mich zu Tisch und Stuhl ich wollte keinen weiteren Schritt mehr zulassen. Linsensuppe und Oktopus-Salat waren mein Schlemmermahl.




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