Der Himmel ist mit Wolkenungeheuern übersäht. Auf der Fähre suche ich mir ein nettes Plätzchen an Deck und mache die letzten Fotos von Sikinos. Sie Sonne öffnet sich immer wieder ein paar Fenster und blickt durch einem blauen Himmelvorhang auf die Ägäis. Ich sehe zu Ios, das mit einer schwarzen Wolkenhaube bedeckt ist.
Das
Meer wirkt schwarz und die Wolken darüber üben sich im Malen von kreativen
Grautönen. Vor uns Folegandros so schwarz wie ich es noch nie gesehen habe. Die
Temperaturen sind angenehmen und das Meer ist ruhig.
Der
Abschied fällt mir schwerer als gedacht. Das Ende des Urlaubes naht. Eine
schreckliche Vorstellung, herausgerissen zu werden aus der Idylle und Ruhe.
In
Folegandors feiere ich meine gute Überfahrt mit einem kleinen Frühstück. In der
Hafeneinfahrt sehe ich die Gischt auf dem Wasser wachsen. Der Lärm des
Wellenaufschlages auf den Felsen ist auch schon zu hören. Blitz, Donner und ein
leichter Sommerregen prasselt auf meinen Sonnenschirm. Wann kommt endlich der
Sea Jet2? Er ist 30 Minuten zu spät. Anlegen, Aussteigen, Einsteigen, Ablegen
alles im Regen. Die zugeordneten Sitzplätze sind in der Mitte des Schiffes. Das
ist sehr gut, weniger Schaukelfeeling. An Sikinos vorbei, erste Station Ios und
dann nach Thira. Knapp vor dem Ende meiner Fahrt übergibt sich das junge
Fräulein vor mir. Aufspringen und schnell weg, es säuerlt schon. Bä. Armes
Mädchen.
Thira
ist der pure Schock. Hilfe ich bin in der Wirklichkeit. Ein Spaziergang nach
Fira auf der befahrenen Hauptstraße verschlägt mir jede Worte. Der Lärmpegel
ist so hoch, dass meine Ohren mich fragen: „Warum?“ In den engen Gassen der
Stadt stürze ich mich ins Einkaufen. Ich muss mich ablenken. Asiaten, Asiaten
und nochmals Asiaten. Sie treten in Rudeln auf und sind lächerlich gekleidet.
Es gibt Chinesisches Fastfood statt Moussaka und Tzatziki. Die weiteren
Herdentiere sind vom Megaschiff an Land gebracht. Sie sind gut zu erkennen an
den Aufklebern an der Brust. Die Farben bedeuten wahrscheinlich: Grün, Dingi A,
14.00 – 16.25 Uhr. Das Gewusel wird mir zu viel und ich möchte ein Glas Wein
auf einer schönen Terrasse trinken und die Sonnen-Wolken-Stimmung genießen. 1
Glas Wein 6,-- Euro. Um den Schock zu ertränken kaufe ich ein zweites Glas
Wein. Das Spiel der Sonne mit Farben und Wolken war ein Naturspektakel.
Morgen
wird alles wieder gut.
Müllcontainer Incongnito
Ich dachte schon es gäbe keine auf Sikinos.









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