Dienstag, 22. September 2015

Sikinos/Thira über Folegandors

Das Meer ist ruhig. Die Sonne versucht ihr Glück. Am Kai warten einige auf die Fähre. Der große orangefarbene  Dinosaurier (Zanteferries) dreht sich im Hafen um 180° und klappt den Popo auf. Anlegen, ausladen, aussteigen, hinausfahren, hineinfahren, einsteigen, Klappe schließen, Ablegen, fahren. In gefühlten 3 Minuten ist alles erledigt. Stimmt aber nicht.


Der Himmel ist mit Wolkenungeheuern übersäht. Auf der Fähre suche ich mir ein nettes Plätzchen an Deck und mache die letzten Fotos von Sikinos. Sie Sonne öffnet sich immer wieder ein paar Fenster und blickt durch einem blauen Himmelvorhang auf die Ägäis. Ich sehe zu Ios, das mit einer schwarzen Wolkenhaube bedeckt ist.
Das Meer wirkt schwarz und die Wolken darüber üben sich im Malen von kreativen Grautönen. Vor uns Folegandros so schwarz wie ich es noch nie gesehen habe. Die Temperaturen sind angenehmen und das Meer ist ruhig.
Der Abschied fällt mir schwerer als gedacht. Das Ende des Urlaubes naht. Eine schreckliche Vorstellung, herausgerissen zu werden aus der Idylle und Ruhe.
In Folegandors feiere ich meine gute Überfahrt mit einem kleinen Frühstück. In der Hafeneinfahrt sehe ich die Gischt auf dem Wasser wachsen. Der Lärm des Wellenaufschlages auf den Felsen ist auch schon zu hören. Blitz, Donner und ein leichter Sommerregen prasselt auf meinen Sonnenschirm. Wann kommt endlich der Sea Jet2? Er ist 30 Minuten zu spät. Anlegen, Aussteigen, Einsteigen, Ablegen alles im Regen. Die zugeordneten Sitzplätze sind in der Mitte des Schiffes. Das ist sehr gut, weniger Schaukelfeeling. An Sikinos vorbei, erste Station Ios und dann nach Thira. Knapp vor dem Ende meiner Fahrt übergibt sich das junge Fräulein vor mir. Aufspringen und schnell weg, es säuerlt schon. Bä. Armes Mädchen.

Thira ist der pure Schock. Hilfe ich bin in der Wirklichkeit. Ein Spaziergang nach Fira auf der befahrenen Hauptstraße verschlägt mir jede Worte. Der Lärmpegel ist so hoch, dass meine Ohren mich fragen: „Warum?“ In den engen Gassen der Stadt stürze ich mich ins Einkaufen. Ich muss mich ablenken. Asiaten, Asiaten und nochmals Asiaten. Sie treten in Rudeln auf und sind lächerlich gekleidet. Es gibt Chinesisches Fastfood statt Moussaka und Tzatziki. Die weiteren Herdentiere sind vom Megaschiff an Land gebracht. Sie sind gut zu erkennen an den Aufklebern an der Brust. Die Farben bedeuten wahrscheinlich: Grün, Dingi A, 14.00 – 16.25 Uhr. Das Gewusel wird mir zu viel und ich möchte ein Glas Wein auf einer schönen Terrasse trinken und die Sonnen-Wolken-Stimmung genießen. 1 Glas Wein 6,-- Euro. Um den Schock zu ertränken kaufe ich ein zweites Glas Wein. Das Spiel der Sonne mit Farben und Wolken war ein Naturspektakel.
Morgen wird alles wieder gut.














Nachtrag zu Sikinos:
Müllcontainer Incongnito
Ich dachte schon es gäbe keine auf Sikinos.

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