Donnerstag, 3. September 2015

Thira / Naxos

Wie könnten die Kykladen beschrieben werden? Ich sage es dir. Wälder, saftige Wiesen mit bunten Blumen und gelbes Korn sind nicht zu finden. Hier ist die Landschaft felsig karg. Das Grün ist in den Olivenbäumen und bei den Tamarisken zu finden. Ab und zu sind bei den Häusern und Tavernen von Hand gepflegte Oleanderbüsche und Drillingsblumen (Bougainvillea glabra) die Farbkleckse. Trocken und steinig lieben es die Meereslilien die mit einem einzigen Tropfen an Salzwasser eine Blüte entstehen lassen.

Wird der Tag älter beginnt eine rundliche Malerin ihre Arbeit und taucht ihren Pinsel in die Farbpalette. Die Inseln, wo immer du auch auf den Kykladen bist, dringen ein in eine Pracht aus Rot, Gelb, Orange und Rosa. 

Was du noch wissen musst ist dich auf die vollkommene Gelassenheit und Unorganisation einzustellen. Es gibt keine Fahrpläne der Fähre. Wenn du das Boot benutzen willst kannst du fragen ob morgen oder übermorgen ein Inselwechsel möglich ist. Eine Planung über einige Tage ist nicht möglich. Fahrplanwechsel von Hoch- zur Nebensaison? Ja. So am 15.9. oder am 20.9. … man wird sehen. Es gibt keine Pille für griechische Gelassenheit. Was wäre ein Griechenland ohne Improvisation?

Naxos, die größte Inseln der Kykladen und die am meisten Unterschätzteste. Naxos-Stadt hat ein Kastel, das romantische Tor des Opisthodoms auf einer kleinen Halbinsel, einen sauberen Strand, Kouroi (Kolossstatuen), venezianische Wohntürme und byzantinische Kirchen.

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