Montag, 14. September 2015

Amorgos

Ein Zusatz zu gestern Abend:

Den Sonnenuntergang von Tholiaria zu verschweigen wäre ein Verheimlichen eines wunderbaren Erlebnisses. Das Tor der Ekklisia Agii Anargyri stand den Betenden weit offen. Der Respekt der Religion verbot es mir mit langer Hose und langärmeliger Bluse das Haus zu betreten. Ich nahm Platz an der Stufe zum Eingang und lauschte dem Gesang der Psalmen. Eine tiefe männliche Stimme füllte den Innenraum mit meditativen Klängen. Die Worte waren mir fremd und trotzdem erfüllten sie mich mit Zufriedenheit.
Mein langsamer Schritt durch den Ort zeigte mir das Leben in Tholiaria. Eine Katze macht in der Abendsonne ein Nickerchen, eine alte Frau geht auf ein Schwätzchen zur Nachbarin, ein alter Mann an seiner offenen Tür beobachtet die Fremden, ein Esel und ein Maultier warten vor einem Kafenion auf das Herrchen, wobei das Maultier immer wieder stumpfe Laute der Ungeduld schrie.
Die Sonne geht, die Dunkelheit kommt und Frieden bettet sich.






Abendessen eine Fischsuppe
Eine große Schale Suppe und ein Teller mit Fisch und Gemüse extra. Die Geschmacksnerven wurden mit Poesie genährt. Die verschiedenen Fischstücke jeder für sich ein Gedicht. Ich wusste nicht was mich erwartet und das war gut so, hätte ich nicht in dieser Form bestellt.

2 Kommentare:

  1. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen bei so viel guten Sachen.

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    1. ... glaube ich dir. Ich kann doch mal wieder für mein Brüderchen kochen, oder?

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