Mittwoch, 9. September 2015

Schinoussa / Pano Koufonisi

Im Urlaub trenne ich mich von ausgedienten, unmodernen und älteren Modellen an T-Shirts und Hosen. Sie werden noch einmal getragen und dann verabschiedet. Der Koffer wird schlanker und bietet Platz für Souvenirs oder neuem Bekleidungsballast.
Ich lese keine Zeitungen und sehe keine Nachrichten. Ausnahme: das Fußballspiel Schweden : Österreich, das Ergebnis war sehr gut 1:4 und ich war mit dieser positiven Nachricht sehr zufrieden.

Sonst meide ich Belastungen von Flüchtlingsströmen und Wiener Wahlkämpfen. Es befreit mich der Luxus der Ignoranz.

Ich genieße das hier und jetzt. Meeresrauschen vom Strand, ein aufgeregter Singvogel hinter mir, das Schlagen auf Leder eines Beach-Volleyball-Spieles, das Murmeln von Menschen auf einem vor Anker gegangenen Bootes. Die lauten Bussis eines Liebespaares, die sich im Wasser liebkosen. Ein Hahn, der krächzend schreit.

Friede. Liebe. Gelassenheit. Ruhe.
Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, über das Beiseiteschieben der Probleme dieser Welt?


Pano Koufonisi

5,77 km² und 399 Einwohner, um sich hier aus dem Weg zu gehen, können die Bewohner nur ins Wasser springen.
Nachdem Einzug in die Selini Studios wurde mir klar, dass es vor ca. 20 Jahren hier noch gar keinen Ort gegeben hat. Es gab nur die Anlegestelle der Fähre, eine handvoll einfachster Unterkünfte und ein paar wenige Tavernen. Hier hat sich viel verändert. Es gibt um ca. 170 fixe Bewohner mehr als auf Schinoussa (8,512 km²). Keine Frage was hier auf engstem Raum die Winterbeschäftigung ist.


Der Strand und die letzte Taverne der Straße hat an Liebreiz nichts verloren. Gott sei Dank.


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