Sonntag, 20. September 2015

Sikinos

Die Sonnenstrahlen wandern den Hügel hinauf, angekommen winkt der erste Sonnenstrahl in mein Zimmer. Ich frühstücke ein paar Früchte und Joghurt auf meinem Balkon.
Die Stadt Alopronia liegt noch im tiefen Schlaf. Es ist kein Moped, kein bellender Hund, kein lachendes Kind, kein Fähren-Bööööö und keine Glocken von Schafen, Ziegen oder der Kirche zu hören. Der Wind schläft heute auch tief und fest.
Das Wasser in der Bucht ist bewegungslos und ladet zum darauf Gehen ein. Die Ruhe ist hier erfunden worden.

Die Fähre, es legen hier doch mehr an als erwartet, der Zanteferries legt um 10.00 Uhr an statt um 09.25 Uhr. Das ist nicht gut. Mein gebuchtes Schiff derselben Kompanie soll übermorgen um 09.15 Uhr kommen und mich nach Folegandros zu bringen. Dort warte ich eine Stunde, um das nächste Schiff der Blue Stars nach Thira zu nehmen. Die Heimreise ruft. Es wäre gut für mich, wenn alle oder keine Fähre Verspätungen haben. Warum auch immer eine Verspätung zustande kommt, an der Windstille kann es nicht liegen.

Viele wartende Passagiere waren Griechen, die die Insel mit Sack und Pack verließen um nach ev. Athen zu fahren zum Überwintern.
Ein paar wenige Touristen, Schachteln, Kisten und ein LKW sind von Bord gegangen. Der LKW-Fahrer mit dieser Länge des Wagens muss ein wahrer Fahrkünstler sein um sich auf den doch etwas schmalen Straßen den Berg hinauf zu winden.

In Alopronia sind viele Grundstücke zu sehen, wild bewachsen aber mit einer wunderbaren Steinmauer umgeben mit Eingang. Jede Parzelle braucht seine ordentliche Grenze.


Ein Moped bringt mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Der Vermieter ist der Busfahrer. Er ist nicht ausfindig zu machen, also kommt ein anderer Mann. 15,-- Euro pro Tag. Barzahlung. Kein Vertrag. Keine Rechnung. Kein Helm. Alles Gute. Aber die frühe Einsamkeit des Strandes mit Schattenplatz ist gesichert.




Nach der Siesta meines Fahrers wurde ich zur Ausgrabung Episkopi gebracht und einem Weingut. Zum Verkosten gibt es Weiß oder Rot. Auf der Terrasse des Gutes gibt es den besten Sonnenuntergang der Welt. Ich genoss ihn mit kaltem Weißwein. Es war so schön.


2 Kommentare:

  1. War der Sonnenuntergang aufgrund des Weines sooooooooooo schön ;-)

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    1. ... dann wäre doch meine Kamera auch in das Weinfass gefallen.

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